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1zu1 Prototypen eröffnet hochmodernes Rapid Prototyping Center

Dornbirn, 27. Juli 2012 – Die 1zu1 Prototypen GmbH hat innerhalb eines Jahres zwei Millionen Euro am Standort Dornbirn investiert. Damit wurden ein 700 Quadratmeter großes Rapid Prototyping Center errichtet und eine CNC-Roboterzelle neu installiert. Beide gingen in den vergangenen Wochen in Betrieb und erhöhen jeweils die Produktionskapazitäten.

Modernste Produktions- und Schauflächen – neue CNC-Roboterzelle nimmt Produktion auf

In nur einem Jahr Bauzeit sind auf 700 Quadratmetern Nutzfläche helle Produktionsräume mit einzeln regelbaren Klimazonen sowie ein Präsentationsraum entstanden. Hightech-Anlagen produzieren dort mittels Stereolithografie, Selective Laser Sintering und 3D-Drucken exakte Kunststoffmodelle. „Unsere Kunden verlangen Genauigkeiten im Zehntelmillimeter-Bereich. Diese hohe Qualität erreichen wir nur mit optimalen Raumbedingungen“, schildert Geschäftsführer Wolfgang Humml.

Im Erweiterungsbau in Rhombergs Fabrik in Dornbirn hat 1zu1 Prototypen alle im Unternehmen verfügbaren Rapid Prototyping Technologien zusammengefasst. „Anhand konkreter Beispiele werden die komplexen Produktionsverfahren verständlicher“, ist Geschäftsführer Hannes Hämmerle überzeugt. „Zusammen mit den für Kunden zugänglichen Werkstatträumen ermöglicht der Präsentationsraum einen guten Überblick in kurzer Zeit.“ Andere Produktionsflächen sind für Außenstehende gesperrt, um die mit Kunden vereinbarte Geheimhaltung zu wahren.
Für den hochgenau arbeitenden 3D-Scanner „GOM“ hat das High-Tech-Unternehmen im Rapid Prototyping Center ein neues Labor eingerichtet. 1zu1 setzt ihn für die Qualitätssicherung bei der Produktentwicklung, bei der Herstellung von Teilen und fürs Reverse Engineering ein. In die Generalsanierung der Fabrikshalle, die Neugestaltung und die Klimatechnik investierte 1zu1 Prototypen rund eine Million Euro.

Automatisierte Einzelfertigung

Eine weitere Million Euro investierte das Dornbirner Unternehmen in die Automatisierung der 5-Achs-Frästechnik. Damit wurde eine CNC-Zerspanungsanlage mit einem Robotersystem neuester Generation verknüpft. Im Endausbau soll innerhalb eines Jahres eine zweite Fräsmaschine automatisiert betrieben werden. Das brächte eine Verdoppelung der Kapazitäten, für die bisher vier Fräsmaschinen in Betrieb waren.
„Mit der Installation des Roboters können wir Teile vollautomatisch, ohne Anwesenheit von Personen, an sieben Tagen der Woche rund um die Uhr herstellen und bearbeiten“, schildert Humml. „Daraus resultiert eine sehr hohe Auslastung.“ Eine Besonderheit sei, dass 1zu1 Protoypen das System auch für die Fertigung von Einzelteilen einsetzt, da Roboter ansonsten meist nur für Serienteileherstellung verwendet werden.
„Mit der technischen Entwicklung unseres Unternehmens ändern sich auch die Anforderungen an unsere Mitarbeiter. Durch den hohen Grad der Automatisierung steigt der Bedarf an CNC-Technikern und Programmierern“, weiß Geschäftsführer Humml. Dies sei eine Herausforderung, aber auch eine Entwicklungschance für die Mitarbeiter. Die nötige Ausbildung bietet 1zu1 Prototypen direkt im eigenen Betrieb.
Besonders in der Lehrlingsausbildung hat der Umgang mit den neuen Technologien große Bedeutung. „Hier arbeiten wir bereits mit 5-achsigen Fräsen und eigenem CNC-Ausbildner“, erläutert Humml. 1zu1 bildet derzeit 21 Lehrlinge aus, im Herbst kommen neun neue Lehrlinge dazu, drei davon als Zerspanungstechniker.

Über 1zu1 Prototypen

1zu1 Prototypen mit Sitz in Dornbirn/Vorarlberg gehört europaweit zu den führenden Anbietern von Rapid Prototyping. Für Kunden wie Daimler, Hilti, MTU Aero Engines, Playmobil oder Roche Diagnostics erstellt das Unternehmen Modelle und Kleinserien in Kunststoff und Metall. Für die Fertigung setzt 1zu1 alle gängigen Rapid-Prototyping-Verfahren sowie verschiedene Kunststoff- und Metallgussverfahren ein. Besonders die Fertigungsverfahren zur Modellerstellung und das Geschäftsfeld „Rapid Tooling“ wurden dazu in den letzten Jahren stark erweitert.
Gegründet wurde das Unternehmen 1996 von Wolfgang Humml und Hannes Hämmerle. Am Beginn standen eine Betriebsfläche von 250 Quadratmetern, zwei Mitarbeiter und zwei Vakuumgießanlagen. Heute erwirtschaften 95 Fachkräfte und 21 Lehrlinge einen Umsatz von rund zwölf Millionen Euro in unterschiedlichsten Technologien, die unter den begriffen Rapid Prototyping, Rapid Tooling und Additive Manufacturing bekannt sind.