Die Additive Fertigung spielt in der Serienproduktion eine zunehmende Rolle. Sie löst dabei nicht nur etablierte Verfahren ab, sie ist eine bedeutende Chance für neue Märkte und Geschäftsmodelle.

Das Internet hat den Vertrieb von Produkten bereits revolutioniert. Heute kann jeder ohne große Investitionen und Vorwissen einen Onlineshop aufbauen und seine Produkte weltweit anbieten. Über Suchmaschinen werden Produkte auch weltweit gefunden, gerade wenn es sich um Nischenprodukte handelt.

Mit der Addtiven Fertigung revolutioniert sich nun die dritte Hürde, der Einstieg in die Serienproduktion. Die monetären Eintrittsbarrieren sind praktisch verschwunden und nahezu jeder, der etwas herstellen möchte, kann das auch.

Damit ist die Additive Fertigung nicht nur für etablierte Produktionsunternehmen interessant. Sie eröffnet einer neuen Gruppe von Unternehmern den Einstieg in die Serienfertigung, auch für Nischenmärkte.

  • Geringe Startkosten, weil die Fertigung werkzeuglos ist
  • Geringe Kapitalbindung durch geringere Lagerkosten
  • Skalierbarkeit der Fertigung vom Einzelstück bis zur Kleinserie
  • Designfreiheit und Individualisierung von Produkten

Die Fertigung von Bauteilen und Serien direkt aus 3D-Daten hat auch in etablierten Unternehmen und Produktionsprozessen eine große Zukunft vor sich. So lassen sich Produktverbesserungen bereits beim nächsten Stück umsetzen und nicht erst bei der nächsten Version. Die Individualisierung von Produkten in der Serienfertigung wird möglich. Und nicht zuletzt verändern sich Kosten und Geschwindigkeit enorm.

Die neue Gestaltungsfreiheit setzt ein zukunftsorientiertes Umdenken beim Konstruieren voraus: Es gilt, ein Bauteil von Anfang an in einem Stück zu denken und zu konstruieren. Das erspart arbeits- und kostenintensive Montageschritte, um die Einzelteile wieder aneinanderzufügen oder zu verschrauben.

Durch das 3D-Druckverfahren gibt es praktisch keine Beschränkung in der Gestaltung. Was Konstrukteure denken und in einen Datensatz bringen, kann im 3D-Druck elegant hergestellt werden. 

Der humanoide Roboter Roboy ist ein anschauliches Beispiel dafür: Er verfügt über eine menschliche Anatomie, hat also Knochen und Gelenke und bewegt sich über Sehnen und Muskeln. 1zu1 hat die hochkomplexen Teile-in-Teile bei Fuß und Hand gebaut—dank 3D-Druck in einem Verfahrensschritt, ohne zusätzliche mechanische Arbeit.

Zusätzliche Möglichkeiten bietet AM bei der Herstellung von Ersatzteilen für Bauteile, die nicht mehr erhältlich sind. Beispielsweise für alte Maschinen, Oldtimer oder anderes.  Mit unserem GOM 3D Scanner können wir ein hochgenaues 3D Abbild eines alten Bauteils machen und anschließend ein neues Teil ausdrucken.