„Wir haben die additive Fertigung neu gedacht und eröffnen ganz neue Möglichkeiten in der Kunststoffteilefertigung“, sagt ARBURG. Der freeformer wurde im November 2013 der Öffentlichkeit erstmals als Weltneuheit präsentiert. Der Maschinenbauer ARBURG entwickelt diese Technik seit 2003 und hat nun eine 3-Achsmaschine vorgestellt.

freeformer Telegramm

  • es wird mit handelsüblichem, kostengünstigem Standardgranulat gearbeitet werden
  • funktionsfähige Einzelteile oder Kleinserien können ohne Spritzgießwerkzeug produziert werden
  • zwei Komponenten (PA, ABS, PC und TPU-Gummi) oder Farben sind bisher möglich
  • zur Zeit 3-Achs, geplant 5-Achs

freeformer verspricht also nichts weniger, als eine technische Revolution. Auf der Basis von handelsüblichem Standardgranulat entstehen voll funktionsfähige Einzelteile oder Kleinserien durch einen schichtweisen, tröpfchenförmigen Kunststoffauftrag, direkt aus 3D-CAD Daten, ohne Spitzgießwerkzeug, in zwei Komponenten oder Farben.

Stand der Technik (Analyse: 1zu1 Prototypen)

Derzeit ist eine 3-Achsmaschine, für Bauteile bis ca. DIN A5 Dimension, für den Verkauf in Q2/2014 vorgesehen. Die „Tropfen" werden auf einer Ebene niedergelegt. Der kleinste Düsendurchmesser beträgt 0,15 mm. Laut Arburg müssen 4 Spuren gelegt werden, um eine Mindestwandstärke von derzeit 0,6 mm zu erreichen. Dabei kann mit zwei Materialien gearbeitet werden.

Arburg verspricht, einen zweiten Stützgeometrie-Werkstoff bei Anlagenverkauf anzubieten. Damit lassen sich dann auch Auskragungen, Schnapper und alle bekannten Geometrien die Stützen erfordern bauen. Die Möglichkeit, hochtransparente Bautele herstellen zu können, sehen wir indes nicht. 

Die Herstellung von Kleinserien aus „Original-Kunststoffgranulaten" macht diese Technik äußerst interessant und wir hoffen, bald Testteile bestellen zu können. Wie bei allen 3D-Drucktechnologien, entscheidet letztendlich der Kunde, über Wert und Nutzen eines solchen Bauteils.

Interessant wird die Einführung der 5-Achsmaschine werden. ARBURG spricht von ca. einem Jahr bis zur Marktreife.

Generell finden wir die Herstellung von Bauteilen aus Original-Werkstoffen höchst attraktiv, da die bisherigen Materialien im 3D-Druck sehr begrenzt sind. 
Innovationen wie der Freeformer von Arburg haben uns schon immer fasziniert. Sobald die Technik tatsächlichen Nutzen für unsere Kunden bringt, wird eine freeformer Anlage bei 1zu1 Prototypen stehen. Wir halten Sie auf dem Laufenden.