Bild: teilweise bearbeitetes Urmodell, Computermaus
Mögliche Farbangaben nach RAL, NCS oder Pantone. | Oberflächentechnik
bei
Urmodellen und deren Anwendung
in der Fertigungskette
Metallisieren
Bedrucken
Laserbeschriftung
Lackieren
Bestmögliche Oberflächenbeschaffenheit der Urmodelle ist die Grundlage
für die Vervielfältigung im Vakuumguss mit Silikonwerkzeugen. Die Urmodelle
werden vor dem Einformen in Silikon so aufbereitet, dass sie von ihrer Oberflächenbeschaffenheit
nur schwer von den späteren Serienteilen zu unterscheiden sind. Die Oberflächen
werden hausintern im Sprühverfahren aufgetragen.
Mit den von uns gelieferten Prototypen kommen unsere Kunden
so nahe wie möglich
an die Anforderung der späteren Serienteile heran. Und das in nur wenigen
Tagen und Wochen.
Möglichkeiten der Lackierung
- Spezialeffekte
- Partielle Lackierung der Prototypen
- Metalliclackierung
- Strukturierte Oberflächen nach VDI 3400 (Beschreibung
der Rauheit von Oberflächen)
- Hochglanzoberflächen
Metallisieren
Beschichten von Werkstoffoberflächen verschiedener Materialien kann durch
unterschiedliche Verfahren erfolgen: mit Metallen durch Schmelztauchen, Flammspritzen,
Galvanisieren, Bedampfen und stromloses Abscheiden. Für Polyurethane eignet
sich die Metallisierung (»Bedampfen« ), um beispielsweise einen
Chromeffekt zu erzielen. Im Hochvakuum wird auf Kunststoffteilen eine dünne
Metallschicht aufgebracht. Speziell durch das Bedampfen mit Aluminium wird
so auf beliebigen Geometrien eine hochglänzende Schicht erzeugt, die Reflektionsgrade
von über 90 Prozent erreichen kann. Die erzeugte Metallschicht muss im
Allgemeinen vor schädigenden Umwelteinflüssen durch Nachbehandlung
geschützt werden. Je nach Anforderungen können die Teile entweder
anschließend mit einer ebenfalls aufgedampften Schutzschicht überzogen
werden, oder werden die Teile mit Speziallacken versiegelt.
Voraussetzungen
- STL- und FDM-Urmodelle können metallisiert werden (Ausführung
in First-Class und zusätzlicher vorbereitender Oberflächenaufwand
mit Lackieren und Schleifen erforderlich)
- Riefenfreie Oberfläche geschliffen mit 2000er Körnung
- Nachträgliches Versiegeln mit Hochglanz-Speziallacken
Bedrucken
Urmodelle und Vakuumgießteile können mit den folgenden Verfahren
beschriftet und bedruckt werden. Bei entsprechender Vorbereitung erhöht
dies die Durchlaufzeit der Prototypenfertigung um zusätzliche zwei
bis drei Arbeitstage.
Tampondruck
Das Klischee wird mit Hilfe eines Farbbehälters eingefärbt. Mit
einem Rakel (Messer) wird die überflüssige Farbe wieder abgezogen,
nur in den eingeätzten Vertiefungen bleibt Farbe zurück. Der Silikontampon
fährt auf das Klischee und nimmt dabei die Farbe aus den Vertiefungen
auf. Anschließend wird die Farbe vom Silikontampon auf das zu bedruckende
Teil übertragen.
Siebdruck
Über einen Rahmen werden Siebgewebe aus Chemie-, Naturfasern oder Metalldrähten
gespannt. Die Feinheit des Gewebes und die Fadenstärke orientieren sich
an der Druckauflösung und an der Viskosität des Lackes. Auf das Siebgewebe
wird die Schablonenschicht manuell oder fotomechanisch aufgetragen. Das eigentliche
Druckmotiv bleibt offen. Das Schablonenmaterial kann beispielsweise eine lichtempfindliche
Emulsion sein, die auf das Sieb aufgetragen wird. Belichtet man einen Druckfilm
auf das beschichtete Sieb, härtet die Emulsion an den belichteten Stellen
aus. Die unbelichteten Stellen werden mit Wasser ausgewaschen. Durch diese offenen
Stellen wird die, mit einer Gummirakel über das Sieb gezogene, Farbe durch
die Gewebsmaschen auf das gewünschte Material gedruckt. Das Sieb wird abgehoben
und der Druck ist fertig. Auf Grund des Siebgewebes sind alle Strukturen gerastert.
Die Elastizität der Siebe garantiert höchste Paßgenauigkeiten.
Laserbeschriftung
Laserbeschriftungen werden derzeit nicht angeboten,
da es für Prototypenteile
mit meist sehr kleinen Stückzahlen von 1 bis 20 und den geforderten Lieferzeiten,
kaum Dienstleister für die Umsetzung gibt.
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