Wachsteileguss (entfällt im Falle von *)
Unter Vakuum erfolgt der Wachsteileguss in die Silikonform. Die anschliessende
Aushärtung der Wachsteile in der Form erfolgt mi tkontrollierter Abkühlgeschwindigkeit. Aufgrund der schlechten Wärmeleiteingenschaft von Silikon, können nur 1-2 Wachteile pro Tag erstellt werden.
Wachsbaumbau
Die Wachsteile werden zu einem Wachsbaum (auch Gießtraube genannt) zusammengefasst.
Der Wachsbaum besteht aus Angusskugel, Lauf, Anschnitten und Wachsteil(en). Es
erfolgt ein Positionieren des Wachsbaumes in der Küvette. Keramik herstellen und brennen
Es beginnt der Prozess vom Umgießen des Wachsbaumes mit Einbettmasse.
Die Küvette wird unter Vakuum blasenfrei mit der fertigen Einbettmasse aufgefüllt.
Einrühr-, Misch- und Entgasungsprozesse erfolgen automatisch. Es folgt das
Ausschmelzen des Wachses und das Brennen der Einbettmasse. Der Brennvorgang dauert
zwischen 20 und 24 Stunden. Metallguss
Am Beginn steht das Anflanschen der Küvette an den Induktionsofen, in dem
das Metall geschmolzen wird. Der ganze Gießprozess verläuft unter
Vakuum vollautomatisch ab. In einem Grafittiegel wird das Metall unter Vakuum
(bei vakuumempfindlichen Teilen unter Schutzgas) aufgeschmolzen und exakt bei
der erforderlichen Gießtemperatur unter Vakuum vergossen.
Auch die Küvette befindet sich im Vakuum. Nach Einsetzen der Küvette
in die Gießkammer wird die gesamte Vakuumkammer mit dem Gießmodul
evakuiert. Die Küvette wird durch einen Sicherheitsschieber und die Stopfenstange
tiegelseitig abgesperrt. Das Gießmetall wird in Abhängigkeit vom Hohlraum
in der Küvette in den Schmelztiegel gefüllt und je nach Metalltyp mit
gesteuertem (Unter-) Druck aufgeschmolzen.
Nach Öffnen des Schiebers und der Stopfenstange kann das geschmolzene Metall
durch Schwerkraft und spezifische Druckverhältnisse zwischen Schmelz- und
Gießkammer die Kavität ausfüllen. Nach erfolgter Formfüllung
wird ein Nachdruck auf das Schmelzereservoir bis zu 1,5 bar aufgegeben. Beim
Schmelzen der Metalle, sowie beim Nachdrücken können inerte Gase eingesetzt
werden. Diese zusätzliche Druckkomponente hat ähnliche Auswirkungen
auf die Schmelze wie die Zentrifugalkraft beim Schleudergussverfahren. Die Druckbeaufschlagung
ermöglicht ein Erstarren des Bauteils ohne Speiser. Nacharbeit
Die Metallteile werden mit einem Hochdruck-Wasserstrahl in einer spritzwasserdichten
Einrichtung aus der Einbettmasse ausgewaschen und die Teile vom Baum abgesägt.
Die Sägestellen werden händisch nachbearbeitet oder im Zuge einer Mechanischen
Nachbearbeitung entfernt.
Bei 1zu1 Prototypen führen wir die Mechanische Nachbearbeitung der Gießteile
auf einer Fünf-Achs-Fräsmaschine und CNC-Drehmaschinen durch. |