Metallgießteile, die im Vorfeld lackiert werden, können
auch beschriftet und bedruckt werden. Bei entsprechender Vorbereitung erhöht dies die Durchlaufzeit
der Prototypenfertigung um zusätzliche zwei bis drei Arbeitstage.
Tampondruck
Das Klischee wird mit Hilfe eines Farbbehälters eingefärbt. Mit einem Rakel (Messer) wird
die überflüssige Farbe wieder abgezogen, nur in den eingeätzten Vertiefungen bleibt
Farbe zurück. Der Silikontampon fährt auf das Klischee und nimmt dabei die Farbe aus den
Vertiefungen auf. Anschließend wird die Farbe vom Silikontampon auf das zu bedruckende Teil übertragen.
Siebdruck
Über einen Rahmen werden Siebgewebe aus Chemie-, Naturfasern oder Metalldrähten gespannt. Die
Feinheit des Gewebes und die Fadenstärke orientieren sich an der Druckauflösung und an der
Viskosität des Lackes. Auf das Siebgewebe wird die Schablonenschicht manuell oder fotomechanisch
aufgetragen. Das eigentliche Druckmotiv bleibt offen. Das Schablonenmaterial kann beispielsweise eine
lichtempfindliche Emulsion sein, die auf das Sieb aufgetragen wird. Belichtet man einen Druckfilm auf
das beschichtete Sieb, härtet die Emulsion an den belichteten Stellen aus. Die unbelichteten Stellen
werden mit Wasser ausgewaschen. Durch diese offenen Stellen wird die, mit einer Gummirakel über
das Sieb gezogene, Farbe durch die Gewebsmaschen auf das gewünschte Material gedruckt. Das Sieb
wird abgehoben und der Druck ist fertig. Auf Grund des Siebgewebes sind alle Strukturen gerastert. Die
Elastizität der Siebe garantiert höchste Paßgenauigkeiten.